Von Mäusen & Mehlspeisen

Kultur | Joachim Schätz | aus FALTER 50/06 vom 13.12.2006

FILM Gleich drei Computeranimationsfilme buhlen heuer um das Weihnachtsgeschäft - und um gangbare Wege zwischen alten Erzählformeln und oberschlauen Popzitaten.

Es herrscht Rezession im Märchenwald. Eben ist Rotkäppchen noch, ein fröhliches Lied auf den Lippen, durch den Wald geradelt, da bemerkt sie, dass am Wegesrand eine Konditorei nach der anderen zusperrt: Im kruden 3-D-Märchencartoon "Hoodwinked!" ("Die Rotkäppchen-Verschwörung") geht ein geschäftsschädigender Mehlspeisendieb um.

Über derartige Wirtschaftsprobleme können die Hersteller computeranimierten Kinokonfekts derzeit nicht klagen, im Gegenteil: War der Hegemonie von Disneys Zeichentrick-Blockbustern à la "König der Löwen" in den Neunzigern kaum etwas entgegenzusetzen, so führte gerade die Entwicklung abendfüllender Computeranimationsfilme durch Disneys Partner Pixar zu einer Öffnung des Marktes - zwischen den verschiedenen Major Studios, versteht sich. Unter den drei computeranimierten Spektakeln, die derzeit


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