Fest des Lebens

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 50/06 vom 13.12.2006

FILM In ihrem Dokumentarfilm "Zorros Bar Mizwa" zeigt Ruth Beckermann, dass jüdisches Leben in Wien nicht nur eine Geschichte, sondern auch eine Gegenwart hat.

Ruth Beckermann hat eine Vorliebe für ungewöhnliche Titel, die einen Film weniger erklären als auf poetische Weise produktiv werden und Assoziationen oder auch Irritationen wecken sollen. "Jenseits des Krieges" zum Beispiel widmete sich den Besuchern der Ausstellung über Verbrechen der Wehrmacht, "homemad(e)" den Menschen jenes kleinen Wiener innerstädtischen Grätzels, das die Filmemacherin ihr Zuhause nennt. Auch der Titel von Beckermanns neuer Arbeit erklärt sich erst beim Sehen des Films selbst.

"Zorros Bar Mizwa" folgt einer komplex verdichteten Dramaturgie, die religiöses Zeremoniell mit Problemen des Erwachsenwerdens und Fragen der Repräsentation verschränkt. Er begleitet Tom, Sharon, Moishy und Sophie, vier Zwölfjährige aus Wien, die sich auf ihre Bar Mizwa (respektive Bat Mizwa, wie das jüdische Ritual für Mädchen


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