Es herrscht Kostümzwang

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 50/06 vom 13.12.2006

THEATER Mit der Komödie "Viel Lärm um nichts" startete das Burgtheater seinen Shakespeare-Zyklus. Erster Eindruck: Da geht noch was.

Am Burgtheater gibt's ab sofort Shakespeare bis zum Abwinken. Für die letzten zweieinhalb Jahre seiner Amtszeit plant Direktor Klaus Bachler nicht weniger als zwölf Stücke des alten Meisters aufzuführen. Begonnen wurde der Zyklus mit der Komödie "Viel Lärm um nichts", die innerhalb des Shakespeare-Universums eher als Leichtgewicht gilt. Als Auftakt für das ehrgeizige Projekt aber eignet sich das Stück insofern ganz gut, als es Motive verschiedener anderer Shakespeare-Stücke in sich birgt. In jenem Handlungszweig, in dem eine Hochzeit durch eine Intrige hintertrieben und die Braut für scheintot erklärt wird, klingen "Othello" und "Romeo und Julia" an; der andere Strang, in dem zwei überzeugte Singles miteinander verkuppelt werden, erinnert an "Der Widerspenstigen Zähmung".

Inszeniert wurde "Viel Lärm um nichts" vom 37-jährigen Burg-Debütanten


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