DIE STADTLEBEN-REDAKTION IM ZWIST

Pro und Contra sonntags Einkaufen

Stadtleben | aus FALTER 50/06 vom 13.12.2006

Erziehungsbeauftragte, wohin man schaut. Dabei haben die meisten nicht einmal Kinder. Eine Blitzumfrage im Bekanntenkreis zum Thema sonntägliches Einkaufen zeigt: Ich bin von erschreckend vielen Volkserziehern und Selbstgeißlern umgeben. Die Menschen sollten wenigstens an einem Tag in der Woche vom Konsumzwang verschont bleiben, sagen die Sonntagsshopping-Gegner. Für jemanden, der in einem Dorf aufgewachsen ist, in dem man am Tag des Herrn nicht einmal ein Packerl Milch bekommt, ein mäßig überzeugendes Argument. Schließlich nötigt uns ja niemand zum Einkaufen. Und wenn wir übers Wochenende in einer fremden Stadt zu Besuch sind, freuen wir uns doch auch über offene Geschäfte. Es müssen ja nicht alle Läden aufsperren. Aber praktisch wäre es schon, wenn man sonntags nicht durch die halbe Stadt gondeln müsste, um sich wegen einem Sackerl Reis ewig an der Kassa anzustellen. Oder wenn man sich - Gott bewahre! - nach einer anstrengenden Woche mit einem neuen Fetzen belohnen könnte.


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