Das schwarze Loch

Steiermark Politik | Herwig G. Höller, Donja Noormofidi | aus FALTER 50/06 vom 13.12.2006

KORALM Der Zank um den Koralmtunnel ist neu entbrannt. Politiker halten ihn für lebenswichtig, Kritiker sprechen von einem Phantasieprojekt. Und sogar Tunnel-Fans kritisieren die hohen Kosten. Was kann die sauteure Röhre?

Wann haben wir das letzte Mal geschossen, Karl?", brüllt Manfred Köpf seinen Kollegen an, um den Lärm des Baggers zu übertönen. Er will wissen, wann die letzte Sprengstoffladung im Erkundungsschacht des Koralmtunnels gezündet wurde. "Vor zwei Stunden", antwortet Karl. Noch immer hängt der beißende Geruch in der Tunnelröhre, Feinstaubkörnchen wirbeln durch die Luft. Die Männer schaffen die Gesteinsbrocken hinaus. Langsam graben sie sich im Acht-Stunden-Schichtbetrieb vom weststeirischen Leibenfeld in Richtung ihres Heimatbundeslandes Kärnten - "32,8 Kilometer insgesamt, 1,7 haben sie bereits geschafft", erklärt Projektkoordinator Erich Fleischhacker. Er ist einer der wenigen Steirer in der Röhre, von den Tunnelarbeitern stammen zwei Drittel aus Kärnten -


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