VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 51/06 vom 20.12.2006

Wer nicht aus Fehlern lernt, lernt nie. Zur Jahreswende 1986/87 erwies sich der Falter erneut als äußerst lernfähig. Er kündigte wieder einmal eine große Blattumstellung an. Mischa Jäger fasste die Geschichte aller bisherigen Blattreformen zusammen und erklärte die anstehende Reform im Editorial so:

"Die Erfindung des handlichen Programmkalenders im A4-Format, der "prächtig auf dem Fernsehgerät liegt" und "freudig in die Rocktasche gleitet", im März 84 schien uns so vorteilhaft, dass wir ein Jahr später auch die westlichen Bundesländer von der Nützlichkeit, "die Stadt im Griff zu haben" überzeugen wollten. Also gingen wir hin, gründeten im Frühjahr 1985 Redaktionsfilialen in den Städten Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck und nannten das HEFT-Programm fürderhin "österreichweit". Und als wir sahen, dass es gut war, legten wir im Herbst des darauffolgenden Jahres noch etwas zu.

HEFT wurde übersichtlicher (jeder Tag auf einen Blick), servicefreundlicher (Filme von A-Z u.a. Lexika), informativer und umfangreicher (Rätsel, Spiele, Fortsetzungsroman, erweitertes Textangebot) und durfte sich seither mit Recht mit dem Untertitel "Magazin" schmücken.

Der Falter bot somit zwei Zeitschriften zum Preis von einer und vielen neuen Lesern war dies auch Grund genug, von diesem Angebot Gebrauch zu machen.

Dennoch war - allen Verkaufssteigerungen zum Trotz - unsere Freude über den Erfolg getrübt. Der Grund: die Kostenschere, d.h. HEFT war zwar gut, aber auch teuer. Bedenken Sie: Zwei Zeitschriften zum Preis von einer zu verkaufen, heißt noch lange nicht, dass sie sich zum Preis von einer herstellen lassen. Also sannen wir nach einem Weg, das Nützliche (Sparen )mit dem Notwendigen (gleichbleibende bzw. steigende Qualität des redaktionellen Angebots) zu verbinden." Nächstes Jahr erfahren Sie, wie das ging! A. T.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige