Mozartwurst ade?

Carsten Fastner | Vorwort | aus FALTER 51/06 vom 20.12.2006

KOMMENTAR Zwölf Monate mit Mozart gehen zu Ende. Es bleibt ein vielversprechender Ansatz für kommende Gedenkjahre.

Blauer Himmel, Schäfchenwolken. Ein harmlos sich gebendes Plakat hängt wie eine Drohung über der Stadt, erst sein Text verrät die beunruhigende Botschaft. "Wiener Mozartjahr 2006 2007 2008 2009 2010 2011" steht darauf in immer blasser werdender Schrift, gleichsam endlos fortgesetzt, bis ans Ende aller Tage. Das Mantra, das Mozartintendant Marboe schon seit mehr als zwölf Monaten murmelt, es soll wahr werden: "Jedes Jahr ist Mozartjahr."

Nein, natürlich will Peter Marboe nicht für die Verlängerung seines prominenten Postens werben. Um die Zukunft des omnipräsenten Exkulturstadtrats, der, ausgestattet mit einem 30-Millionen-Budget, die Wiener Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag des Komponisten koordinierte, muss man sich gewiss nicht sorgen. Eher schon soll die Kampagne zum Finale noch einmal der Mozartbegeisterung euphorischen Ausdruck verleihen. Und vielleicht auch

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