Missionar in Lederhosen

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 51/06 vom 20.12.2006

SPÖ Ein Mann aus der Provinz verpasst der SPÖ in den Regierungsverhandlungen ein sozialeres Image. Der Salzburger Landesrat Erwin Buchinger arbeitet sich mit 68er-Mähne, forschen Ideen und Pragmatismus Richtung Sozialminister.

Ausgerechnet im stinkreichen Salzburg hat der 14-jährige Erwin Buchinger wirklich kapiert, was Armut ist. Der Bub aus dem Mühlviertel war zur Firmung in der Stadt, mit der neuen Uhr und fünfzig Schilling Firmgeld im Hosensack. Dann war da dieser Bettler zwischen den Bürgern - daheim hatte Buchinger noch nie so jemanden gesehen. Der Bub gab dem Mann sein Firmgeld. "Das war für mich ein prägendes Erlebnis", sagt der heute 51-jährige Salzburger Soziallandesrat.

Eine rührende Geschichte. Würde sie ein anderer Politiker erzählen, wer weiß, vielleicht käme sie schwulstig rüber. Aber komisch, Erwin Buchinger nimmt man den sozial engagierten Knaben irgendwie ab. Strategisch geschickt von den Sozialdemokraten, dass gerade dieser Politiker aus der westlichen Provinz


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