Lauter Bescherungen

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 51/06 vom 20.12.2006

ASYL Trotz Grundversorgung stehen auch zur Weihnachtszeit Asylwerber auf der Straße. Oft trifft es sogar Familien mit kleinen Kindern.

Donnerstag, fünf Uhr nachmittags, und schon wieder klingelt das Telefon. "Eine Mutter mit drei Kindern hat keinen Schlafplatz, und wenn wir sie auf die Straße stellen, werden sie abgeschoben. Können Sie nicht etwas tun?", fragt der Flüchtlingsbetreuer. Ute Bock kramt ihr Telefonbuch raus, telefoniert herum und findet schließlich doch noch ein Plätzchen - zumindest für eine Nacht. Freitag, wieder kurz vor 17 Uhr: Noch eine Mutter, wieder aus Tschetschenien, steht mit ihren Kindern auf der Straße. Ob sie noch irgendwo eine Unterkunft fürs Wochenende habe, bittet ein anderer Sozialarbeiter. Fast jeden Tag erhalte sie solche Anrufe, erzählt Bock. Dabei hat sie schon in ihren eigenen Wohnungen rund 250 Menschen untergebracht und zusätzlich für tausend Personen zumindest eine Postadresse eingerichtet. Trotzdem landen immer wieder Familien bei ihr,


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