"Wo gehobelt wird"

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 51/06 vom 20.12.2006

EXEKUTIVE Jene vier Polizisten, die den Schubhäftling Bakary J. brutal folterten, dürfen wieder Dienst versehen. Ihr Opfer ist noch immer in ärztlicher Behandlung, wartet auf sein Schmerzensgeld und läuft weiter Gefahr, abgeschoben zu werden.

Es sieht nicht rosig aus für Bakary J. "Der Antrag auf Aufhebung des Aufenthaltsverbots gegen ihn wurde in zweiter Instanz negativ entschieden", berichtet sein Anwalt Wilfried Embacher. Noch diese Woche möchte er beim Verfassungsgerichtshof Beschwerde gegen diese Entscheidung der Sicherheitsdirektion Wien einlegen. Denn Bakary J. hat nicht nur eine Frau und zwei Kinder in Wien, sondern ist vom ersten misslungenen Abschiebungsversuch schwer traumatisiert und wegen körperlicher Beschwerden in ärztlicher Behandlung.

Am frühen Morgen des 7. April fuhren drei Beamte der Polizeisondereinheit Wega mit J. zum Flughafen, um den Gambier abzuschieben. Als dieser sich weigerte, ins Flugzeug zu steigen, packten sie ihn ins Auto und fuhren in eine leerstehende


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