Millionen ohne Kontrolle

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 51/06 vom 20.12.2006

Bawag Weil sie einen Sparverein jahrelang nicht überprüft haben soll, zahlte die Bawag zwei Millionen Euro an geprellte Sparer.

Jahrelang ging alles gut. Herr G., seit rund 18 Jahren Obmann des Sparvereins bei der Wiener Städtischen, sammelte brav regelmäßig Geld ein. Niemandem fiel etwas Verdächtiges auf. Im Mai dieses Jahres, als die Bawag-Krise am Höhepunkt war, begannen sich auch die kleinen Sparer in der Wiener Städtischen um ihr Geld zu sorgen - und plötzlich stellte sich heraus, dass rund zwei Millionen Euro in der Sparvereinskassa fehlten.

Aus diesem Grund hat der Wiener Rechtsanwalt Christian Nurschinger nun eine Anzeige gegen die Bawag bei der Finanzmarktaufsicht eingebracht. Denn Sparverein-Obmann G. konnte das von den Sparern einbezahlte Geld nur veruntreuen, "weil die Bawag über Jahre hinweg keine wie immer gearteten Kontrolltätigkeiten gesetzt hat", steht in der Anzeige.

Dabei hat das Bankinstitut, das dieser Tage erst von der Gewerkschaft um 3,2 Milliarden Euro an

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