KNECHT

Wie man Eltern glücklich macht

Politik | Doris Knecht | aus FALTER 51/06 vom 20.12.2006

Also heuer hab ich mir gedacht, machen wir doch Weihnachten mal meine alten Eltern glücklich. Obwohl's enorm unalte Eltern sind, von der Sorte energetischer Pensionisten, die selbst für das Adjektiv "rüstig" zu übermütig sind, pro Tag dreißig Kilometer wegradeln, im Durchschnitt, bei der Schwester am Bau mithelfen und nebenbei noch die Buchhaltung vom kleinen Bruder erledigen. Trotzdem: Die Natur hat es so eingerichtet, dass am Heiligabend Eltern ihre Kinder und Großeltern ihre Enkel um sich scharen wollen, im Elektrokerzenschein, das ist Glück, oder? Also hab ich mir gedacht, machen wir doch mal meine alten Eltern glücklich, fahren wir drei Tage früher raus, verbringen wir doch mal den Heiligabend bei ihnen, das erste Mal seit ewig. Und sonst sind die am Heiligabend ja immer allein.

Wie ich das dem Langen mitteile, machen seine Mundwinkel naturgemäß keinen Hopser, was nicht am Verhältnis des Langen zu seinen Schwiegereltern liegt, sondern am Verhältnis des Langen zu Humanoiden


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige