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Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 51/06 vom 20.12.2006

LITERATUR In "Eleanor Rigby" schenkt Douglas Coupland seiner sympathischen Antiheldin und dem Leser ordentlich ein.

Ich heiße Liz Dunn. Ich war nie verheiratet, bin Rechtshänderin und habe tiefrote, widerspenstige Locken. Vielleicht schnarche ich, vielleicht auch nicht - es hat nie jemanden gegeben, der mir das hätte sagen können." Einsamkeit hat im neuen Roman des kanadischen Autors Douglas Coupland einen Namen - und ein unscheinbares Gesicht: "Die Menschen schauen mich an und vergessen, dass ich da bin."

"Eleanor Rigby", benannt nach einem Song der weithin unterschätzten Liverpooler Popband The Beatles, setzt bei dem Gedanken an, dass möglicherweise doch nicht alle modernen Singlemenschen ganz freiwillig allein leben. Liz jedenfalls empfindet ihr Leben als Einzelhaft. Mit 36 pflegt sie immer noch vorrangig mit ihrer Mutter und den beiden Geschwistern Umgang.

Die Icherzählerin erweist sich als etwas mürrische, aber im Grunde hochsympathische Erscheinung, mit der man gern mitleidet.


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