AUFGEBLÄTTERT

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 51/06 vom 20.12.2006

Auf amazon.com hält "Die Welt ist flach", der neue Bestseller des New York Times-Kolumnisten Thomas L. Friedman, bei knapp 900 Besprechungen. Wieder einmal hat der dreifache Pulitzerpreisträger zumindest bei seinen US-amerikanischen Lesern (bereits mehr als zwei Millionen) den Nerv getroffen. Die Kernthesen der nicht zuletzt auf Reportagen aus Asien beruhenden, flott geschriebenen Globalisierungseloge sind schnell zusammengefasst: Nachdem in den letzten Jahrzehnten die Herstellung von Konsumgütern von Turnschuhen bis T-Shirts in billig produzierende Teile der Welt ausgelagert wurde, werden im 21. Jahrhundert dank des Web 2.0. auch intellektuell anspruchsvolle Dienstleistungen wie Steuererklärungen oder radiologische Auswertungen längst anderswo erledigt. Und damit nicht alles nach Indien oder China abwandert, hat Friedman einige leidenschaftliche Ratschläge für seine Landsleute parat, die unter anderem ihr Bildungssystem verbessern, vor allem aber die quasi unbegrenzten Möglichkeiten


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