Legendär Schulschwänzen

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 51/06 vom 20.12.2006

SZENE Nach dreißig Jahren treffen sich Leute in ihrem ehemaligen Stammcafé, dem Krugerhof. Die Geschichte eines unentdeckten Kaffeehausmythos.

Der Ruf des Wiener Kaffeehauses als Zentrum des gesellschaftlichen und intellektuellen Lebens der Stadt wird gern mythisch überhöht und vor allem auch nur an einigen wenigen Kaffeesiederei-Institutionen festgemacht: So gilt das Hawelka als "Künstlercafé", der Bräunerhof beansprucht den Titel "Stammcafé von Thomas Bernhard" und das Gutruf war ein Ort, der (wie Samo Kobenter unlängst im Standard schrieb) "wie ein schwarzes Loch Energie absorbierte, um sie in Schmäh umzuwandeln". Hilfreich für die Legendenbildung ist es natürlich auch, wenn Fotografen wie Franz Hubmann oder Kristian Bissuti zur Stelle waren, um die Begegnungen der Wiener Intelligenzija mit den Schönen und Mächtigen fotografisch für die Nachwelt zu dokumentieren.

Aber auch abseits dieser Hochkultur pulsierte das Kaffeehausleben in der Nebenstraße. Bislang unbesungen blieb


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