"Beschämende Behandlung"

Steiermark Kultur | Christian Maier | aus FALTER 51/06 vom 20.12.2006

MENSCHENRECHTE Das Strafgericht hat ihn wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt verurteilt, der UVS gibt dem Inder jetzt aber Recht.

Es ist gut, wenn Misshandelte sehen, dass sie sich wehren können." Rechtsanwalt Klaus Kocher gewann vergangene Woche vor dem unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) den Fall des Inders Prashant Joshi. Der an der TU beschäftigte Wissenschafter war den Beamten im vergangenen Sommer aufgefallen, als er mit seinem Fahrrad ohne Licht unterwegs war. Weil Herr Joshi sich nicht ausweisen konnte, nahm die Polizei ihm die Geldtasche ab, was schließlich zu einem Gerangel führte, in dem der Inder von einem der Beamten auf den Boden gedrückt und mit Pfefferspray besprüht wurde.

Ein Vorfall, der zwei sehr konträre Entscheidungen nach sich zog: Vor dem Straflandesgericht wurde Herr Joshi von Richter Karl Buchgraber wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt verurteilt. Eine umstrittene Entscheidung: Zwei Augenzeuginnen, die für den Prozess extra aus dem Ausland angereist


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