"Graz hat keine Subkultur"

Steiermark Kultur | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 51/06 vom 20.12.2006

KUNST Die diesjährige Kunstpreiskuratorin Júlia Fabényi über die Qualitäten der steirischen Szene, die wenig bedeutsame Wiener Ausstellungskultur und die Folgen der Globalisierung für den Kunstmarkt.

Die Kunsthistorikerin Júlia Fabényi, die 2005 den ungarischen Pavillon auf der Biennale in Venedig kuratierte und zuletzt in Budapest die Kunsthalle Mücsarnok leitete, war dieses Jahr von der Neuen Galerie damit betraut, einen objektiven Blick von außen auf das steirische Kunstschaffen zu richten, die Wettbewerbsausstellung (siehe Kasten) zusammenzustellen und die Preisträger zu nominieren. Ein Gespräch über die Eindrücke, die sie aus Graz mit nach Budapest nimmt.

Falter: Wie mühsam war es für Sie, die 214 zum Steirischen Landesförderungspreis eingereichten Mappen zu sichten?

Júlia Fabényi: Gar nicht. Ich war sehr überrascht. Es wäre normal gewesen, wenn sich auch Hobbykünstler beworben hätten, die ihre Kunstwelt aus einer lokalen Ecke heraus verstehen und deren Arbeiten


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