Joanneum

Wer bewacht die Geschichte?

Steiermark Kultur | Herwig G. Höller | aus FALTER 51/06 vom 20.12.2006

Mit einer hastig einberufenen Pressekonferenz sorgte die Geschäftsführung der Landesmuseum Joanneum GmbH vergangene Woche für einen Knalleffekt in der kleinen Welt des größten österreichischen Landesmuseums: Völlig unerwartet verkündeten Peter Pakesch und Wolfgang Muchitsch das Ende der Vigilanten, der traditionellen Aufsichts-und Führungspersonen des Joanneums. Mit 1. März solle eine externe Wachfirma die bisherigen Vigilanten-Agenden übernehmen, in den ersten beiden Monaten 2007 werde es einen Aufsichts-und Führungsnotdienst ohne Vigilanten geben.

Extrem schlechte Stimmung im Haus war die Folge, und Betriebsrätin Ingrid Heuberger zeigte sich empört: "Wir sind entsetzt, das ist ein Alleingang der Geschäftsführung." Denn nach wochenlangen Vertragsverhandlungen waren zuletzt alle Beteiligten davon ausgegangen, dass bis zum 15. Dezember neue, gesetzeskonforme Verträge unterschrieben würden. Zuvor waren die Vigilanten als freie Dienstnehmer beschäftigt worden, eine Praxis,


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