VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 02/07 vom 10.01.2007

Der erste neue Falter in wöchentlicher Erscheinungsweise. Dünn und grau kam er uns vor, obwohl wir uns sehr bemüht hatten, das Beste aus einer ökonomischen Zwangslage zu machen. Wie Chefredakteur Michael Jäger im Editorial schrieb, war die Zeit knapp gewesen: "Bedenken Sie bitte, dass wir uns erst Mitte November dazu entschlossen haben, den Falter wöchentlich erscheinen zu lassen. In acht Arbeitswochen haben wir das Konzept entwickelt und umgesetzt."

Nebenbei begrüßte Österreich soeben eine neue Koalitionsregierung. Kurz und bündig fasst der Vorspann eine Analyse Christian Reders zusammen, in der man nur den Bundeskanzler (er hieß Franz Vranitzky) zu anonymisieren braucht, um einen ewig gültigen Befund zu erhalten: "In der eben gebildeten Koalitionsregierung werden Kompetenzen herumgeschoben, aufgeteilt und kombiniert. Was Bundeskanzler XY als Grundlage der positiven Gestaltung des Landes bezeichnet, ist strukturell nicht einmal defensives Sanieren."

Jäger und Christian Ankowitsch interviewten außerdem drei ehemalige bzw. kommende Wissenschaftsminister. Als Letztem stellten sie Heinz Fischer folgende Frage: "(Die beiden anderen Minister) haben unabhängig voneinander an irgendeiner Stelle ,Du meine Güte' gesagt. Was müssten wir Sie nun fragen, damit Sie darauf ,Du meine Güte' sagen?" Fischer: "Sie Fragen mich, ob diese Koalition das Jahr 2000 erreichen wird." Falter: "Du meine Güte!" A.T.


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