DORIS BURES

Die Undiplomatische

Politik | aus FALTER 02/07 vom 10.01.2007

Für Doris Bures als Chefin in einem wieder neu geschaffenen Frauenministerium spricht vor allem eines: Sie kennt die Partei von Jugend an und gehört zur "SPÖ-Kernsekte" um Parteivorsitzenden Alfred Gusenbauer, die schon seit Juso-Tagen zusammenhält. Bei den Jungsozis schloss sie sich mit 15 der Seilschaft von Ministerkandidat Werner Faymann an, der damals ihr Bezirksvorsitzender war. Heute bildet die rote Bundesgeschäftsführerin gemeinsam mit Klubobmann Josef Cap und ihrem Kollegen Norbert Darabos den Kreis der engsten Berater rund um Gusenbauer - zu dem 2005 dann noch Kommunikationschef Joe Kalina stieß. Seitdem läuft die rote PR-Maschine um einiges besser, der hemdsärmelige Informationsprofi und Krone-Verbindungsmann Kalina brachte die diversen roten Öffentlichkeitsarbeiter erstmals auf Linie. Zuvor hatte Bures auch parteiintern meist eine schlechte Nachrede, vor allem die Wiener Genossen kritisierten immer wieder Stil und Strategien der 44-Jährigen - vorzugsweise hinter vorgehaltener Hand. Denn mit der direkten Wienerin aus Siebenhirten (erklärtes Vorbild: Johanna Dohnal) sollte man es sich lieber nicht verscherzen. Wer mit ihr nicht kann, fällt auch beim Chef schnell in Ungnade.


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