THE QUEEN

Zwischen Schmiere & Schauspielkunst

Kultur | aus FALTER 02/07 vom 10.01.2007

Von der gelungenen Charakterzeichnung zur bloßen Karikatur ist's oft nur ein kleiner Schritt, zumal wenn bedeutende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu Hauptdarstellern eines Films werden. "The Queen" balanciert auf dem schmalen Grat zwischen Schmiere und Schauspielkunst, realen Ereignissen und erfundener Historie, minutiöser Recherche und künstlerischer Freiheit - wobei Peter Morgan (Buch) und Stephen Frears (Regie) sich die Latte von vornherein so hoch gelegt haben, dass sich im Fall des Falles sogar ein Absturz lohnen würde.

Die ganze Handlung ist auf einige wenige Tage des Jahres 1997 rund um den Tod von Prinzessin Diana konzentriert; der wesentliche Konflikt ist weniger einer zwischen Modernisierung und Konservativismus, wie Premierminister Tony Blair und Queen Elizabeth II sie verkörpern, sondern handelt vielmehr von den Schwierigkeiten, im Moment der Krise mit den hochkomplexen Erfordernissen einer Mediengesellschaft noch Schritt zu halten. Während die königliche


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