Liebe, Leid & Leidenschaft

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 02/07 vom 10.01.2007

MUSIK Naked Lunch waren immer schon eine der ganz wenigen international herzeigbaren Popbands Österreichs. Mit dem neuen Album "This Atom Heart of Ours" haben sich die Klagenfurter noch einmal selbst übertroffen.

"We don't need entertainment, we entertain ourselves"

(Naked Lunch: "Military of the Heart")

Oliver Welter war 14, als er die magische Wirkung der sechs Saiten entdeckte. "Es gab keine hehren Ziele, sich der Welt mitteilen zu müssen", antwortet das letzte verbliebene Gründungsmitglied der Indiepopband Naked Lunch auf die Frage, warum er vor mehr als zwei Dekaden erstmals zur Gitarre gegriffen habe. Nicht etwa ungestüm rockende Botschafter einer anderen Wirklichkeit jenseits des Kärntner Provinzalltags, sondern sein erster gemischtgeschlechtlicher Schulskikurs dienten dem wahrscheinlich besten Songwriter Österreichs als kreative Initialzündung. "Ein Typ konnte einige Lieder auf der Gitarre spielen und wurde dafür beim Hüttenabend von den Mädchen angehimmelt. Also habe ich


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