NÜCHTERN BETRACHTET

Warum ich noch immer kein Auto habe

Kultur | aus FALTER 02/07 vom 10.01.2007

Auto ist für mich in erster Linie ein obszönes Graffito. Ich habe es am Silvesterabend in einen aus München importierten halbfertigen Leberkäs geritzt, aber als der dann gar war, konnte es eh niemand lesen. Das Bleigießen ist auch ausgefallen, weil wir über kein entsprechend dünnwandiges Bleiverflüssigungsbehältnis verfügten und den Crème-brûlée-Brenner dann auch nicht durch zweckfremden Einsatz einweihen wollten. Er war uns von den Hochgatterers zu Weihnachten geschenkt worden, weswegen ich dann in München nicht so recht wusste, wonach bei Kustermann zu suchen sei. Anstatt also mit Tobias pantomimischen Unfug mit gascognischen Gusseisenpfännchen und toscanischen Tontöpfen zu treiben, habe ich mir ein weiteres Hemd gekauft, in das ich daheim Löcher mit dem Crème-brûlée-Brenner sengen werde. Mein Freund Slomo, der jetzt auch in München wohnt, interessiert sich entschieden mehr für Autos als für Küchengeräte (Mitte der 1990er-Jahre hat er einmal versucht, sich mithilfe


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