Vom Zaun brechen

Stadtleben | Martina Stemmer | aus FALTER 02/07 vom 10.01.2007

STADTBILD Vor der US-Botschaft am Alsergrund entsteht gerade ein fast vier Meter hoher Zaun. Warum dürfen die Amis das?

Das Fleckchen Stadt haben sich die Amerikaner schon vor ein paar Jahren erobert. Nachdem die US-Botschaft in der Boltzmanngasse eine Verkehrsberuhigung durchsetzen konnte, legte sie sich eine großzügige Pufferzone zu. Seither schlängeln sich Fußgänger und Radfahrer auf einem schmalen Streifen am Botschaftsgebäude im 9. Bezirk vorbei. Über die Absperrungsgitter und Wachpostenhäuschen mitten auf der Gasse beschwert sich inzwischen kaum mehr jemand. Die meisten Anrainer sind wohl froh darüber, dass sie den Verkehrslärm los sind.

Künftig soll allerdings ein 3,7 Meter hohes Gitter das US-Botschaftspersonal vor Terroranschlägen schützen. Und das bringt einige Grätzelbewohner ziemlich auf die Palme. "Das ist eine Frechheit", sagt etwa Ulla Schwaighofer, die zwei Häuser weiter wohnt. "Uns hat niemand darüber informiert, geschweige denn gefragt, ob wir damit einverstanden


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