Vorwort

Was vom Tage übrig bleibt

Steiermark Vorwort | Thomas Wolkinger | aus FALTER 02/07 vom 10.01.2007

Im Normalfall läuft das Geschäft wie geschmiert. Die politisch Verantwortlichen im Lande laden zum vormittäglichen Pressegespräch, tischen feine Brötchen, Saft und Kaffee auf und verkünden dann wechselweise und je nach Großwetterlage eigene Wohltaten oder wohldosierte Kritik am ideologischen Gegenüber. Die Vertreter der steirischen Medien finden sich ein, essen die Brötchen nicht ohne Routine, hören den Ausführungen manchmal zu, stellen ab und an sogar ergänzende Fragen - in der Steiermark duzt man sich in der Regel - und fassen das Erlebte dann zum Abdruck in eigene Worte. Wechselweise und je nach Großwetterlage, Qualitätsanspruch des Mediums und persönlicher Verfasstheit der Redakteure mehr oder weniger ausführlich, mehr oder weniger kritisch. Manche Medien, hört man, machen das auch ein wenig davon abhängig, ob die verkündende Institution sich auch regelmäßig als großzügig erweist und dem Blatt - über die Pressejause hinaus - noch weitere Wohltaten angedeihen


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