Der Zufallssteirer

Steiermark Kultur | Paul Pechmann | aus FALTER 03/07 vom 17.01.2007

LITERATUR Reinhard P. Gruber, von einem Kollegen einst als "steirischstes Lebewesen der Welt" bezeichnet, feiert seinen 60. Geburtstag. Ein Besuch bei dem Autor, der eigentlich alles andere als ein "Heimatdichter" sein will.

Anders als in einer Erzählung Reinhard P. Grubers, in der undurchdringlicher Nebel die Weststeiermark einhüllt, kommen uns auf der Fahrt von Graz nach Stainz keine Fahrzeuge auf dem eigenen Fahrstreifen entgegen. Und der Blick hinauf zum Sternenhimmel über Grubers Haus in Wald/Süd, nahe der steirischen Schilchermetropole, ist ungetrübt von terrestrischem Streulicht - wir sind in der Provinz angekommen. "Nein", sagt der Gastgeber, er habe nicht das Gefühl, auf dem Land zu leben, sein Wohnort liege verkehrstechnisch nicht ungünstiger als die Peripherie von Graz. Der "wilde Westen" der Steiermark ist ein Phantasma der Literatur.

Die landläufige Vorstellung von Gruber als Verfasser von (Anti-)Heimatliteratur gründet in den Erfolgen seiner Bühnenstücke wie "Heimatlos.


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