Eskalation!

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 03/07 vom 17.01.2007

Ausland Ein altes Wort kehrt in den USA in die Debatte zurück. Inwiefern ist der Irak tatsächlich mit Vietnam vergleichbar?

Seit klar ist, dass George Bush nicht den erhofften sanften Rückzug, sondern mehr Truppen in den Irak schicken will, ist das politische Amerika plötzlich voll der historischen Reminiszenzen. "Der Irak ist George Bushs Vietnam", donnert Edward Kennedy, die personifizierte Stimme der Zeitgeschichte im Senat. Die Washington Post stellt das berühmte Bild vom letzten Helikopter über den Dächern von Saigon 1975 einer hochrangigen Diskussion voran. "Eskalation" lautet der Schreckensbegriff aus den Sechzigerjahren, den die Kritiker der neuen Kriegspläne Bushs wieder und wieder aufgreifen.

Der Irakfeldzug, der sich ursprünglich als so sichere Partie darstellte, dass es auch bei den oppositionellen Abgeordneten und Senatoren nur wenig Widerspruch gab, ist zum Albtraum der amerikanischen Politik geworden. Aber anders als zu Vietnamzeiten erschüttern keine Massendemonstrationen


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