Zurück in die Zukunft

Vorwort | Heidi Schrodt | aus FALTER 03/07 vom 17.01.2007

KOMMENTAR Das Koalitionsabkommen zur Bildung setzt auf Schulversuche statt großangelegte Reformen. Wie damals in den Siebzigern.

Wer weiß, wie es um die österreichische Schulpolitik bestellt ist, ahnte es schon am Wahlabend: Das Wahlergebnis und die sich daraus abzeichnende große Koalition ließen in Hinblick auf eine Bildungsreform - in jeder Hinsicht - schwarzsehen. Als dann das Verhandlungsteam der ÖVP bekannt wurde, war klar: Es wird kein großer Wurf herauskommen, denn im Verhandlungsteam saßen ausnahmslos ÖVP-Vertreter mit ideologisch verfestigten Positionen zur Schule, ganz nach dem bekannten Motto "Wir lassen uns die österreichische Schule nicht schlechtreden". Sie stehen in der Tradition ständischen Denkens und fürchten die Gesamtschule wie der Teufel das Weihwasser. Oder gar eine flächendeckende Ganztagsschule - Gott behüte! Eine verpflichtende Vorschule - das passt nicht ins Familienbild. Andere ÖVP-Politiker, die diese ideologischen Scheuklappen nicht haben und die


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