HERO DER WOCHE

Barbara Blaha

Politik | aus FALTER 03/07 vom 17.01.2007

Die Österreichische Hochschülerschaft war immer ein Sprungbrett für politische Karrieren. Alfred Gusenbauer, Wilhelm Molterer, Josef Cap und viele andere starteten von dort in die Politik. Auch für die rote ÖH-Chefin Barbara Blaha hätte sich wohl ein Job im Schoße der Partei gefunden. Die 23-Jährige hat sich aber anders entschieden: "Wenn sich die SPÖ-Spitzen von ihren inhaltlichen Grundsätzen verabschieden, muss ich mich aus der Partei verabschieden", erklärte sie und trat aus. Damit haben die Sozialdemokraten nicht nur ein politisches Talent verloren, sondern auch ein Arbeiterkind, das weiß, was soziale Probleme bedeuten. Aufgewachsen in schlechten finanziellen Verhältnissen, zieht Blaha nach dem Tod der Mutter in der kleinen Gemeindewohnung neben Studium und politischer Arbeit auch noch ihren jüngeren Bruder auf. Mit ihrem Austritt aus der SPÖ hat die junge Frau gezeigt, dass es auch in der Politik noch Menschen mit Rückgrat gibt.


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