HÄUPLS NEUE MANNSCHAFT

Machtfragen und Heiratssachen

Politik | aus FALTER 03/07 vom 17.01.2007

Nur nicht hudeln, sagt sich Michael Häupl. Der Bürgermeister hat seinen Wohnbau-Stadtrat Werner Faymann als Infrastrukturminister an die neue Bundesregierung verloren und sein Finanzstadtrat Sepp Rieder steht schon vor der Pension - aber Häupl will die Wiener Regierungsumbildung in aller Ruhe über die Bühne bringen. Am 22. Jänner präsentiert er die neuen Stadträte, drei Tage später sollen sie angelobt werden. Die Personalentscheidungen trifft der SPÖ-Chef traditionellerweise alleine, schließlich geht es vor allem bei der Neubesetzung des schwierigen Finanzressorts auch um eine Zukunftsfrage: Wer die Finanzen der Stadt managt, könnte auch Häupls Nachfolge antreten. Derzeit gilt Gesundheitsstadträtin Renate Brauner, studierte Ökonomin und Häupls engste Vertraute, als klare Favoritin für den Job. Sollte sie zum Zug kommen, könnte Integrations-und Frauenstadträtin Sonja Wehsely ihr Gesundheitsressort übernehmen - die rote Nachwuchshoffnung soll damit wichtigere Aufgaben in der Stadt erhalten. Neuer Wohnbau-Stadtrat könnte Klubobmann Christian Oxonitsch werden, wenn er nicht an seinem Privatleben scheitert: Umweltstadträtin Ulli Sima ist seine Ehefrau. Nepotismus braucht sich zumindest der neue nicht amtsführende Stadtrat der ÖVP nicht vorwerfen zu lassen: Landesgeschäftsführer Norbert Walter ist mit seinem Vorgänger, Neo-Wissenschaftsminister Johannes Hahn, weder verwandt noch verschwägert.


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