Kommentar

Lasst Schmied und ihr Team arbeiten!

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 03/07 vom 17.01.2007

Die Kriegskunst lehrt den taktischen Wert der Überraschung. Allerdings darf man's damit auch nicht übertreiben: Mit Blasrohren und Leimruten gegen ein zeitgemäß hochgerüstetes Heer anzutreten würde den Gegner zwar zweifellos kurzfristig irritieren, am Ende aber wohl kaum zum gewünschten Ziel führen. In den letzten Wochen und Tagen sind die Freunde und Feinde der österreichischen Sozialdemokratie mit Überraschungen üppig bedacht worden. Tränen des Gelächters und der Enttäuschung waren die Folge. Eine Überraschung im konventionellen Sinne war Alfred Gusenbauer vor allem und fast ausschließlich in der Kulturpolitik gelungen: Mit der Besetzung des neugeschaffenen Ministeriums für Bildung, Kunst und Kultur durch die Finanzfachfrau Claudia Schmied (siehe Interview und Debatte auf S. 24 f. bzw. 58 ff.) hatte niemand gerechnet, am allerwenigsten die Medien, die mit ihren wochenlangen Personalspekulationen allenfalls noch sich selbst zu unterhalten vermochten.

Mäßig überraschend


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