Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 03/07 vom 17.01.2007

Sex

DINS-Syndrom Wenn wir nicht lernen, im Bett unsere Wünsche zu äußern, sterben wir eines Tages aus Scham, laut Douglas Adams in manchen Galaxien immer noch eine tödliche Krankheit. Das ist aus dem Sexratgeber "Wild Thing" gestohlen, aber da kommt mir eh niemand drauf. Ebendort wurde über das DINS-Syndrom berichtet: Double Income - No Sex. Der Zusammenwurf zweier Singleleben in urbanem Umfeld bewirkt schrumpfende Libido. Auslöser dafür sind die prallen Terminkalender und die vermehrten gesellschaftlichen Verpflichtungen als Paar. Warum muss aber automatisch der Sex drunter leiden? Wieso nicht Duschen? "Ist dir aufgefallen, wie sehr die stinken, seit sie zusammenwohnen?" Oder Anziehen? "Herr Meier, tolles Joint-Venture, Gratulation! Wann planen Sie wieder mal Kleidung an Ihrem Körper?" DINS gehört unbedingt hochgradig kampagnisiert. Eine Freundin meinte hierzu, sie plane daher ein Haus am Land, in dem dann stressfrei ihre Wünsche geäußert werden. Landlords, versteckt euch!

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Fussball

Wochenlohn Reifere Sportfreunde erinnern sich vielleicht noch daran, was für eine Sensation das war, als Niki Lauda bei seinem Comeback 1982 von McLaren eine Million Dollar im Jahr kassierte. Mittlerweile sind die Sportlergagen dermaßen explodiert, dass nicht mehr das Jahresgehalt, sondern der Wochenlohn genannt wird - vermutlich, damit man sich's besser vorstellen kann. David Beckham zum Beispiel verdient bei Los Angeles Galaxy ab dem Sommer eine Million Dollar pro Woche. Das klingt nach viel Geld. Aber erstens wird alles teurer, und zweitens sind wahrscheinlich allein Becks Friseurkosten höher als das Jahresbudget von Rapid. Apropos: Der letzte europäische Superstar, der in Los Angeles kickte, hieß Andreas Herzog. Was er verdiente, ist unbekannt. Vermutlich war's ein stinknormales Jahresgehalt.

WOLFGANG KRALICEK


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