Burenwurst und Pferdeapfel

Thomas Prlic | Stadtleben | aus FALTER 03/07 vom 17.01.2007

STADTFORSCHUNG Vom Altwarenhändler bis zum Wiener Kaffeehaus: Wiener Wissenschaftler erforschen in einem interdisziplinären Projekt, wie Wien riecht, und wie es sich anfühlt.

MÇadÇalina Diaconus erste Dufterinnerung an Wien ist nicht gerade positiv. Der gebürtigen Rumänin hat sich besonders der eigentümliche Geruchsmix im Jonasreindl eingeprägt: eine seltsame, nicht sehr angenehme Mischung aus Pizza und anderen warmen Speisen, die durch die Passage am Schottentor strömt. Außerdem fällt Diaconu zu Wien noch der Duft von Pferdeäpfeln ein. Überhaupt, findet die Universitätsdozentin und Philosophin, unterscheide sich die österreichische Hauptstadt olfaktorisch gesehen ganz ordentlich von ihrer Geburtsstadt Bukarest. "Die natürlichen Gerüche sind in Wien bei weitem nicht so stark ausgeprägt. Die Tomaten im Supermarkt riechen hier beispielsweise kaum." Selbst der Frühling, meint Diaconu, duftet in Österreich bei weitem nicht so intensiv wie in ihrer Heimat.

Jede Stadt hat ihre

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