Bloß nicht auffallen!

Steiermark Politik | Christian Maier | aus FALTER 04/07 vom 24.01.2007

ASYL Seit acht Jahren lebt eine albanische Familie bereits in Graz, die Eltern und beide Söhne sind bestens integriert. Doch kurz vor der Matura des ältesten Sohnes droht ihnen nun die Abschiebung.

An Albanien kann ich mich fast gar nicht mehr erinnern", sagt der 16-jährige Arian M.* Was er von seinem Geburtsland noch weiß, hat vor allem mit der Flucht vor acht Jahren zu tun. Bei einem Volksaufstand und nach einem Regierungswechsel im Jahr 1997 wurde sein Vater, ein Polizist, mehrfach bedroht. Eines Tages war plötzlich sein Neffe verschwunden. Die vierköpfige Familie beschloss, das Land zu verlassen: Mit dem Schnellboot flohen die Eltern, Arian und sein älterer Bruder Ben* über die Adria nach Italien, per Zug überquerten sie die österreichische Grenze.

Im Jahr 1999 sucht Familie M. in Österreich um Asyl an. Die beiden Söhne der Familie sind begabte Fußballspieler, leben sich rasch ein und finden neue Freunde. Den Eltern fällt das nicht so leicht. Nächtelang liegen sie wach


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