Pränatal bevormundet

Christian Fiala | Vorwort | aus FALTER 04/07 vom 24.01.2007

KOMMENTAR Die Gesellschaft darf Schwangere nicht zwingen, behinderte Kinder auszutragen. Eine Replik auf Franz-Joseph Huainigg.

In der Falter-Ausgabe 50/06 kritisierte der Nationalratsabgeordnete Franz-Joseph Huainigg, dass in Österreich Föten bei schweren Behinderungen bis zur Geburt abgetrieben werden können. Die vorgeburtliche Untersuchung, die sogenannte "Pränataldiagnostik", qualifizierte der ÖVP-Behindertensprecher in diesem Zusammenhang als "pränatale Rasterfahndung" und verlangte ein Abtreibungsverbot nach dem dritten Schwangerschaftsmonat. Eines gleich vorweg: Die persönliche Sicht von Franz-Joseph Huainigg zu dem schwierigen Thema ist freilich zu respektieren. Allerdings steht seine Meinung im krassen Gegensatz zur Realität jener Frauen, die sich mit der Diagnose einer schweren Fehlbildung ihres Fötus konfrontiert sehen - und sich vielleicht zu einem Abbruch der Schwangerschaft entschließen.

Mit gutem Grund wird in Österreich seit dreißig Jahren, seit Einführung der

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