Die heilige Barbara

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 04/07 vom 24.01.2007

PROTEST Aus Wut über den Umfaller bei den Uni-gebühren trat Barbara Blaha aus der SPÖ aus. Die ÖH-Chefin ist keine austauschbare Mitläuferin, sondern eine Herzblutrote.

Alfred Gusenbauer hat heute erklärt, die Zeit der Opposition sei vorbei. Auf mich trifft das jedenfalls nicht zu, genauso wenig wie auf alle anderen SozialdemokratInnen, denen Inhalte wichtiger sind als ein Kanzlersessel." Enttäuscht und wütend zugleich klingt das E-Mail, das Barbara Blaha am 11. Jänner an die SPÖ schickte. Am selben Tag gab die Vorsitzende der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) bekannt, gemeinsam mit Sylvia Kuba, der Chefin des Verbands Sozialistischer StudentInnen, aus der Partei auszutreten. Mit einem Schlag avancierte Blaha zu einer "Galionsfigur des studentischen Protests" (Standard), die bei Politdebatten im Fernsehen gute Figur macht - und zu einer Metapher für politisches Rückgrat. "Wenn sich die SPÖ von ihren Grundsätzen verabschiedet", argumentiert die 23-Jährige, "muss ich


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige