"Ich weine still"

Politik | Julia Ortner Und Nina Weissensteiner | aus FALTER 04/07 vom 24.01.2007

ÖVP Wissenschaftsminister Johannes Hahn über freiwilliges Kistenschleppen in der Gruft, die Drohungen der Studentenvertreter, die glücklichen Underdogs in der Wiener ÖVP und die aufwendige Pflege seines Achttagebarts.

Elisabeth Gehrer schwirrt immer noch im Haus herum. Außerdem muss Nachfolger Johannes "Gio" Hahn noch einige Wochen warten, bis er mit seinen Möbeln in das Regierungsgebäude am Minoritenplatz einziehen kann. Völlig überraschend wurde der liberale Wiener ÖVP-Chef vor zwei Wochen zum Wissenschaftsminister der großen Koalition berufen. Seit Amtsantritt demonstrieren Studenten vor seinem Ministerium, weil viele den neuen "Sozialdienst", mit dem man sich die Unigebühren ersparen kann, nicht akzeptieren wollen. Hahn nimmt es gelassen. Zum Interview im Blauen Salon erscheint der 49-Jährige ganz in Schwarz, ohne Krawatte und mit Colaflasche. "Gestern", verrät er, "war ich gar nicht da. Ich hatte während der Demo nämlich Termine außer Haus."

Falter: Herr Minister, Kanzler


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige