Lachen über den Tod

Kultur | Maya Mckechneay | aus FALTER 04/07 vom 24.01.2007

FILM Das Gartenbaukino widmet Robert Altman, dem letztes Jahr verstorbenen Großmeister des produktiven Formfehlers, ein Tribute.

In einem seiner letzten Interviews, im Sommer 2006, wurde Robert Altman gefragt, warum sein Film "A Prairie Home Companion" eigentlich so deprimierend sei. "Nun ja", antwortete er, "es ist eben ein Film über den Tod, und ob man ihn deprimierend findet oder nicht, hängt davon ab, was man vom Sterben hält. Ich persönlich bin jedenfalls der Ansicht: Wer über den Tod nicht lachen kann, hat im Leben nichts verloren."

In gewisser Weise muss Altman gewusst haben, wovon er sprach. Schon als man ihm im Frühjahr desselben Jahres den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk überreichte, hatte er die Dankesrede für eine, in diesem Kontext bizarr anmutende, Enthüllung genutzt: Nach elf Jahren machte er öffentlich, dass er bereits 1995 ein neues Herz eingepflanzt bekommen habe, das Herz einer jungen Frau. "Vielleicht", scherzte Altman, "kommt der Preis also etwas voreilig,


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