Zähneputzen im Weltraum

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 04/07 vom 24.01.2007

LITERATUR Michael Stavaric ist der Glamrocker unter den österreichischen Jungliteraten: schnell, originell und modebewusst. Ein Porträt des Künstlers als bunter Hund.

Als fleißig zu gelten, beschert in der Kunst nicht unbedingt das größte Renommee. Vielleicht ist das der Grund, warum Michael Stavaric seine Produktivität etwas herunterspielt. Immerhin hat er ja auch noch anderes zu tun, als zu schreiben: "Ich kann mich nicht niedersetzen und wochenlang schreiben, ich ringe mir ja schon die 10-Minuten-Einheiten ab. So gesehen bin ich ein sehr unernster Schriftsteller, denn achtzig Prozent meiner Zeit verbringe ich mit anderen Dingen." Was aber offenbar ausreicht: "Wenn man den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, vollbringt man auch keine Wunderdinge. Ich halte das für die Selbststilisierung eines Berufsstandes. Wenn man etwas zu sagen hat, kann man das immer und unter allen Umständen tun. Kollegen, die behaupten, nur auf ihrer mechanischen Schreibmaschine oder nur bei Sonnenschein schreiben


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