Aus der Fremde

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 04/07 vom 24.01.2007

GERHARD BRONNER (1922-2007) Der legendäre Wiener Kabarettist ist vorige Woche gestorben. Der "Falter" sprach mit jüngeren Kollegen über ihr Verhältnis zu einem unnahbaren Altmeister.

Gerhard Bronners Tod hatte ein überraschend großes Echo. In den Tageszeitungen wurden dem am Freitag vergangener Woche nach einem Schlaganfall verstorbenen Kabarettisten ganzseitige Nachrufe gewidmet, der ORF schob am Samstagabend eine zweieinhalbstündige Sondersendung ein. Überraschend ist das deshalb, weil Bronner seit Jahrzehnten kaum präsent war. Er ist selten aufgetreten und hat sich auch in den Medien fast nie zu Wort gemeldet.

Selten war der Begriff "lebende Legende" so passend wie bei Bronner. Sein Ruhm geht auf die Fünfzigerjahre zurück, als er gemeinsam mit anderen Talenten wie Georg Kreisler oder Helmut Qualtinger eine bald heillos zerstrittene Kabarettgruppe gründete, die in der Marietta-Bar (der späteren Fledermaus), im Intimen Theater (heute: Theater im Zentrum) und im Theater am Kärntnertor


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