"Ich mag Standing Ovations"

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 04/07 vom 24.01.2007

THEATER Erni Mangold feiert diese Woche ihren achtzigsten Geburtstag. Mit dem "Falter" sprach die Schauspielerin über ihre Arbeit mit Gründgens und Fassbinder, über Drogen, Tiere und die Rolling Stones.

Das Haus der Begegnung in Wien-Liesing ist ein alles andere als glamouröser Ort. Vorige Woche aber kam Glanz in den trostlosen Festsaal: Auf seiner Tournee durch die Bezirke gastierte das Volkstheater in Liesing, und Erni Mangold machte sich das Haus der Begegnung untertan. Das englische Stück "Quartetto" handelt von vier pensionierten Opernsängern, die im Altersheim ein Quartett von Verdi einstudieren. Kein Meisterwerk. Erni Mangold aber, die eine kapriziöse Diva gibt, lässt sich weder vom Ambiente noch von der etwas holprigen Inszenierung aus der Fassung bringen. Sie sieht, wie immer, super aus, und wenn sie zum ersten Mal die Bühne betritt, applaudiert der Saal, obwohl sie noch gar nichts gesagt hat. Auch in den folgenden zwei Stunden beherrscht sie die Szene souverän.

Zwischen

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