NAHVERSORGUNG

Das Brot fährt Postbus

Thomas Prlic | Stadtleben | aus FALTER 04/07 vom 24.01.2007

Als Thomas Anderl Anfang der Achtzigerjahre ins Biogeschäft einstieg, tickte die Ökowelt noch ein wenig anders. Gemeinsam mit ein paar Kollegen gründete der Landwirtschaftsstudent eine Landkommune mit angehängtem Biobauernhof. Die Aktivisten engagierten sich bei der Gründung der ersten Biobauerngenossenschaft, veranstalteten temporäre Märkte und belieferten Naturkostläden ebenso mit Lebensmitteln wie Kommunen und WGs.

Seit Anderls aktivistischen Anfängen hat sich das Geschäft gewaltig geändert. Die großen Lebensmittelketten haben in den Neunzigern Bioware als lukrative Marktnische entdeckt, und seit einigen Jahren verstärken immer mehr Biosupermärkte die Konkurrenz. Biopionier Anderl, 49, ist bis heute als kleiner Nahversorger aktiv und dabei auch seinen aktivistischen Prinzipien treu geblieben. Jeden Donnerstag steht der gebürtige Oberösterreicher mit seinem knallroten Marktmobil - einem ausrangierten Citybus - vor der Sargfabrik, freitags steht das Gefährt in Ober St.

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