In 14 Tagen um die Welt

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 04/07 vom 24.01.2007

STADTMENSCH Manfred Michlits wollte in 365 Tagen um die Welt laufen. Nach zwei Wochen kehrte er zurück. Mit Zahnweh und Erklärungsbedarf.

Die Weltumrundung begann am 1. Jänner 2007, kurz nach acht Uhr, auf der Donauinsel, und sie endete 14 Tage darauf, an einem strahlend schönen Vormittag, als der Plan von Manfred Michlits im Niemandsland von Ralja, Serbien, fünfzig Kilometer nach Belgrad, erbarmungslos scheiterte. Es muss sich im Kopf angefühlt haben wie ein Platzen. 690 Kilometer von 23.000. Michlits blieb stehen, erklomm den Tourbus, ließ sich nach Wien, dem Ausgangs-und planmäßigen Endpunkt des Unternehmens, kutschieren. Das Unternehmen der großen Zahlen fand ein unrühmliches Ende. Michlits, 39, hatte für einen guten Zweck um die Welt laufen wollen, "World Charity Run" hatte er sein Projekt getauft, seinen Brotjob, eine kleine Handelsfirma, dafür aufgegeben: 365 Tage, 23.000 Kilometer, vierzig Länder, über achtzig Kilometer Tagespensum, zweimal täglich die Marathondistanz.


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