hundert jahre zeitausgleich

Johannes Schrettle | aus FALTER 05/07 vom 31.01.2007

"Die Türsteher zu unserem Herzen"

Dass Cartellbrüder, Ministranten und Blasmusiker einen wertvollen Dienst an der Gesellschaft verrichten, ist mittlerweile hinlänglich klar gestellt. Wer weder blasen noch lebenslang nach Wissen streben noch Messbücher halten will, muss kreativ werden. Er könnte sich seine Gebühren zum Beispiel als PR-Texter verdienen. Er sollte dabei möglichst flexibel sein. Er sollte Botschaften formulieren, die er sowohl an bürgerliche Parteien als auch an zwielichtige Clubbesitzer verkaufen kann. Also setzt er den Schreibstift an: Wir schaffen eine eigene kleine Welt abseits der Standardisierung, von Vorurteilen und Verkrampfung... Integration kann nur passieren, wenn man einander kennt! Fährt er dann fort. Menschen sind durch Erziehung, Umfeld, Freundeskreise und Gesellschaft, die die unterschiedlichsten Standards haben, geprägt. Grundsätzlich kann diese Internationalität dann eine Chance sein, wenn wir sie in geordnete Bahnen lenken. Es soll sogar Menschen geben, die keine Angst vor dem haben, was in ihnen steckt! Besondere Probleme bei der Integration sind nicht zu erwarten - trotzdem sollten wir uns bestmöglich darauf vorbereiten... Einfühlungsvermögen, Zurückhaltung und Geduld sind gefragt. Vorurteile sind die Türsteher zu unseren Herzen, deshalb sollten wir mit den Ängsten aufhören und vielmehr diese Chance der internationalen Kommunikation nutzen. Und sei es nur für die Abende in dieser eigenen kleinen Welt des Club F.


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