Recht auf Übertreibung

Robert Misik | Politik | aus FALTER 05/07 vom 31.01.2007

PROTESTkultur Kanzler Gusenbauer und die Jusos: Warum die Realisten die Idealisten brauchen - und umgekehrt. Überlegungen zum seltsamen Wesen von Jugendprotesten.

Das Setting war nicht unpikant, als sich vergangene Woche das sozialdemokratische Establishment alter und neuerer Tage zur Verleihung des Bruno-Kreisky-Preises zusammenfand. Alfred Gusenbauer, gegen den die eigenen Leute demonstrieren, sollte unter anderem ein Buch ehren, das einer früheren Protestbewegung ein Denkmal setzen wollte. "Die Fantasie und die Macht", das 68er-Brevier von Falter-Autor Raimund Löw. Was für eine Ironie, für die der Zufall da gesorgt hat. Da war es natürlich aufgelegt, dem Kanzler mal zu sagen, dass es vielleicht etwas suboptimal war, wie er mit den jungen Demonstrierenden umgegangen ist.

Wahrscheinlich tut es Gusenbauer selbst schon am meisten leid, das Wort von den "Gewaltbereiten" und dass er mit ÖVP-Vizekanzler Wilhelm Molterer miese Scherze über die Jusos machte, vor laufender Kamera noch dazu

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