OHREN AUF!

Alles und nichts

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 05/07 vom 31.01.2007

Was hat das Knattern eines Helikopters mit Ribonukleinsäurekomplexen im Cytoplasma zu tun? Alles und nichts - zumindest auf "Krom" (Hatology/Harmonia Mundi), dem neuen Album des elektronikaffinen Wiener Improvisationskollektivs Efzeg. Boris Hauf (Saxofon), Billy Roisz (Computer), Dieb 13 (Turntables), Martin Siewert und Burkhard Stangl (Gitarren) haben vier großteils schwarz schimmernde Klangflächen eingespielt und auf Namen aus dem Bereich der Biogenetik getauft.

Überhaupt, so verrät der Begleittext, seien die Gentechnologie, das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine sowie soziale Prozesse von zumindest unterschwelligem Interesse für die Band. Man muss sich davon aber nicht schrecken lassen. Wie das Quintett seine Musik stets nach allen Seiten hin offen hält, um sie bald in technoide Kälte, bald in countryeske Wärme schwenken zu lassen, diesen "sozialen Prozess" hörend zu verfolgen, ist allemal spannend genug.

Der Musik von Bernhard Lang hört man die Komplexität ihres gedanklichen


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