Der Mann fürs Grobe

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 05/07 vom 31.01.2007

ADOLF FROHNER (1934-2007) Ein Nachruf auf den am 24. Jänner verstorbenen Künstler, der sich nach aktionistischen Anfängen auf expressive Malerei konzentrierte.

Es ist eine große Kunst, aus Abfall Kunst zu machen", formulierte der Altwarenhändler Hans Holt im November 1961 anlässlich einer Ausstellungseröffnung von Adolf Frohner und Otto Muehl in der Galerie Junge Generation am Wiener Börseplatz. Frohner zeigte Bilder, aus denen Bretter, Ziegel und Drähte ragten. Das "Erste Hackbild" war ursprünglich bloß gemalt, der Künstler unterzog es während der Ausstellung aber noch einer gröberen Überarbeitung mit einer Hacke und grobem Zement. Frohner stellte einen tagespolitischen Bezug her, indem er Fotos aus dem Indochinakrieg an die Wand heftete. "Wenn der Künstler heute wirklich noch etwas zu sagen hat, dann wird er schreien müssen, damit man ihn zur Kenntnis nimmt", schreibt Frohner 1962.

Anfang der Sechzigerjahre ist der 1934 im niederösterreichischen Groß-Inzersdorf geborene


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