Der im Zimmer bleibt

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 05/07 vom 31.01.2007

LITERATUR Der englische Autor Andrew Miller hat einen Allerweltsnamen. Zum Glück ist sein Stil ziemlich unverwechselbar. Ein Porträt.

Herr Autor, wir haben ein Problem. Im vergangenen Frühjahr erfuhr Andrew Miller von seinem Agenten, dass ein schamloser Doppelgänger in Englands Buchbranche sein Unwesen treibt. "Bekannte haben sich schon gewundert, dass ich ihnen nichts von meinem neuen Roman erzählt habe." Nur: "Ich hatte keinen neuen Roman." Das Druckwerk "The Earl of Petticoat Lane" stammte von einem anderen, zuvor nicht als Belletrist hervorgetretenen Andrew Miller.

"Das habe ich davon, einen Allerweltsamen zu tragen. Ich bin der Franz Gruber der englischen Literatur", sagt Andrew Miller 1 schmunzelnd, dessen eigener neuer Roman "Die Optimisten" dieser Tage bei Zsolnay erscheint. Rechtlich ließe sich gegen Andrew Miller 2 nichts machen, es rieche jedoch nach Trittbrettfahrerei: "Er hätte sich ja auch Andrew H. Miller oder so ähnlich nennen können. Die Sache hat mir nicht lange


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