NÜCHTERN BETRACHTET

Ich lobe die Linse

Kultur | aus FALTER 05/07 vom 31.01.2007

Aus Gründen, die an dieser Stelle wohl keiner näheren Erörterung bedürfen, habe ich mir den Ruf eines Kübo erworben. Der Kübo gehört zu jenen unnötigen modischen Akronymen, die man sofort wieder vergessen kann, weil sie spätestens in fünf Monaten ohnedies jeder vergessen hat. Dabei soll die sozialstatistische Relevanz und der gesellschaftliche Einfluss der Kübos, von Menschen also, die mehrmals in der Woche duschen, mindestens über zwei CDs aus dem Calexico/Lambchop/Tindersticks-Pool verfügen sowie entweder eine Nudelmaschine, einen Crème-brûlée-Brenner oder ein Racletteset (beziehungsweise eine beliebige Kombination daraus: also Nudelmaschine plus Crème-brûlée-Brenner, Crème-brûlée-Brenner plus Racletteset, Racletteset plus Nudelmaschine oder Nudelmaschine plus Crème-brûlée-Brenner plus Racletteset) besitzen, nicht unterschätzen. Es gilt freilich sehr zu Recht als schnöselig und verschmockt, überhaupt ein Kübo sein zu wollen. Das ist grad, als würde man sich


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