Platz für Punks

Stadtleben | Florian Skrabal | aus FALTER 05/07 vom 31.01.2007

OBDACHLOSIGKEIT Sie haben genug von Frostbeulen, pöbelnden Passanten und Notunterkünften, in die sie ihre Hunde nicht mitnehmen dürfen: Die Punks von der Mariahilfer Straße fordern ein Dach über dem Kopf. Ihre Chancen auf eine von der Stadt zur Verfügung gestellte "Pankahyttn" stehen gut.

Donnerstagnachmittag, 17 Uhr. In der mobilen Gebietsbetreuung in Neubau, Kaiserstraße 45, sitzt Franz Strümpf mit zwei Kollegen an einem Tisch und nippt an seinem Tee. Alle drei wirken ein wenig mitgenommen. Sie hatten nämlich gerade unerwarteten Besuch: Dreißig Punks schauten samt Hunden und Bierdosen vorbei, belagerten für knapp eineinhalb Stunden die Beratungsstelle für Wohnungsprobleme und forderten die "sofortige Herausgabe der Problemhauslisten". Diese Listen, die als Teil eines internen Berichts regelmäßig an die MA 25 übermittelt werden, schlüsseln auf, in welchen Zinshäusern es Schwierigkeiten mit den Hauseigentümern. Die Anarchos wollen mittels Infos über leerstehende Häuser


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